Presseartikel
Eine wunderbare Heiterkeit hat meine ganze Seele eingenommen, gleich den süßen Frühlingsmorgen, die ich mit ganzem Herzen genieße. Ich bin allein und freue mich meines Lebens in dieser Gegend, die für solche Seelen geschaffen ist wie die meine. Ich bin so glücklich, mein Bester, so ganz in dem Gefühle von ruhigem Dasein versunken, daß meine Kunst darunter leidet. Ich könnte jetzt nicht zeichnen, nicht einen Strich, und bin nie ein größerer Maler gewesen als in diesen Augenblicken. Wenn das liebe Tal um mich dampft, und die hohe Sonne an der Oberfläche der undurchdringlichen Finsternis meines Waldes ruht, und nur einzelne Strahlen sich in das innere Heiligtum stehlen, ich dann im hohen Grase am fallenden Bache liege, und näher an der Erde tausend mannigfaltige Gräschen mir merkwürdig werden; wenn ich das Wimmeln der kleinen Welt zwischen Halmen, die unzähligen, unergründlichen Gestalten der Würmchen, der Mückchen näher an meinem Herzen fühle, und fühle die Gegenwart des Allmächtigen, der uns nach seinem Bilde schuf, das Wehen des Alliebenden, der uns in ewiger Wonne schwebend trägt und erhält; mein Freund!
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Wie gründet man eine Dynastie?
Das erste protestantische Land Europas war nicht etwa Kursachsen mit Wittenberg, dem Wohnsitz Martin Luthers, sondern das neu entstandene Herzogtum Preußen. Wie es dazu kam, darüber referiert der Kunsthistoriker Dr. Rahul Kulka in der Reihe „Luther 1525“ der LutherMuseen am Dienstag, 12. August. Er ist als Kurator am Kunsthistorischen Museum Wien tätig. Beginn in der Kapelle des Augusteums Wittenberg (Collegienstraße 54) ist 18:30 Uhr. Vor 500 Jahren wurde Hochmeister Albrecht von Brandenburg-Ansbach (1490–1568) Herzog im evangelischen Preußen und begründete damit eine neue Dynastie.
Der "Teufel von Mallerbach" - Bauernkrieg im Film
Wer war für die Zerstörung der Mallerbacher Kapelle 1524 verantwortlich? Und welche Rolle spielte der radikale Reformator Thomas Müntzer im Bauernkrieg vor 500 Jahren? Diesen Fragen gehen zwei aktuelle Filme des preisgekrönten Filmemachers Thomas Claus nach. Am Freitag, 15. August, um 20:15 Uhr sind sie im Sommerkino der LutherMuseen in Luthers Elternhaus in Mansfeld (Lutherstraße 29) Open Air zu sehen
Katharinas Ring verlässt Wittenberg
Noch bis zum 10. August zeigen die LutherMuseen den originalen Hochzeitsring der Katharina von Bora. Bislang haben 6.200 Besucherinnen und Besucher die historische Kostbarkeit gesehen, die sich zum 500. Jahrestag der Hochzeit Martin Luthers mit Katharina von Bora im Wittenberger Augusteum befindet. Der Ring ist seit dem 26. Mai in der Sonderausstellung „Buchstäblich Luther“ als Leihgabe des Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig ausgestellt und wird nach dem 10. August wieder dorthin zurückkehren.
Abenteuer im Tatort 1522
Zum Abschluss der Sommerferien laden die LutherMuseen in Wittenberg Kinder und Jugendliche ab 12 Jahre zu einem detektivischen Abenteuer im Escapespiel im Augusteum (Collegienstraße 54) ein. „Mix and Match im Tatort 1522“ heißt es am Mittwoch, 6. August, um 10:00 Uhr.
Weben, Flechten, Federschreiben
Die LutherMuseen laden zum Ende der Sommerferien zu handwerklichen Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Eisleben ein. Im Mittelpunkt steht die Welt in der Zeit des Bauernkriegs vor 500 Jahren, der auch die Mitmachausstellung „1525! Aufstand für Gerechtigkeyt“ in Luthers Sterbehaus in Eisleben und Luthers Elternhaus in Mansfeld gewidmet ist.
FSJ - ein Jahr hinter den Kulissen der LutherMuseen
Ein Jahr bei den LutherMuseen: Junge Menschen bis 27 Jahre können ab dem 1. September in Eisleben ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) erleben und hinter die Kulissen eines international bekannten Kulturbetriebes schauen. Dabei werden sie vor allem in der Kulturellen Bildung tätig sein und spannende Projekte von Filmen bis Schmieden und Comiczeichnen bis Töpfern begleiten.
Ein Sommerabend mit "Till Eulenspiegel"
Die LutherMuseen laden am Freitag, 1. August, um 20:30 Uhr zum Kinoabend im stimmungsvollen Innenhof von „Luthers Elternhaus“ in Mansfeld (Lutherstraße 29) ein. Gezeigt wird die bekannte und beliebte Filmsatire „Till Eulenspiegel“, ein DEFA-Film von Rainer Simon aus dem Jahr 1975. Der Film wurde unter anderem am Schloss Quedlinburg, in der Klosterkirche Drübeck im Harz, an der Burgruine Arnstein und auf der Albrechtsburg in Meißen gedreht. Die Filmexpertin Dr. Nora Hilgert gibt eine Einführung in die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte des Films. Bis heute gilt er als eines der Glanzlichter der DEFA.
Spielen wie Kinder zu Luthers Zeiten
Die LutherMuseen laden in den Sommerferien in Wittenberg zu zahlreichen Workshops und Angeboten für Kinder und Jugendliche ein. Mittelalterliche Kinderspiele getestet und selbst hergestellt werden in einem Workshop am Donnerstag, 31. Juli, ab 10:00 Uhr.
Thomas Müntzer - Sohn Stolbergs
Die LutherMuseen laden in den Sommerferien in Eisleben zu Kultur- und Mitmachwochen für die ganze Familie ein. Ein Höhepunkt des Kultursommers ist die Aufführung des Theaterstücks „Thomas Müntzer – Sohn Stolbergs“ am Freitag, 25. Juli, um 18:00 Uhr im Innenhof von Luthers Sterbehaus. Einwohnerinnen und Einwohner aus Stolberg und der Region Mansfeld-Südharz sowie Mitglieder des AndersWeltTheaters Stolberg spielen unter professioneller Anleitung von Mario Jantosch vom AndersWeltTheater das eigens für Stolberg geschriebene Stück über den bekanntesten Sohn der Stadt.
Geheimschriften, Alchemie und Farbenzauber
Die LutherMuseen laden in den Sommerferien in Wittenberg zu zahlreichen Workshops und Angeboten für Kinder und Jugendliche ein. Im Ferienworkshop „Sommerwellness und Alchemie“ tauchen die Teilnehmenden am 22. Juli in die Welt alter Rezepturen, heilender Kräuter und alchemistischer Geheimnisse ein. Junge Detektive sind gefragt im Workshop „Die Übersetzerwerkstatt – Über Geheimschriften und Codierungen“ am 24. Juli. Unter dem Titel „Farbenzauber und Werkstattgeflüster – Mit Cranach bei Melanchthon“ gibt ein Workshop am 29. Juli spannende Einblicke in das Leben und Wirken dieser beiden außergewöhnlichen Persönlichkeiten.