Presseartikel
Eine wunderbare Heiterkeit hat meine ganze Seele eingenommen, gleich den süßen Frühlingsmorgen, die ich mit ganzem Herzen genieße. Ich bin allein und freue mich meines Lebens in dieser Gegend, die für solche Seelen geschaffen ist wie die meine. Ich bin so glücklich, mein Bester, so ganz in dem Gefühle von ruhigem Dasein versunken, daß meine Kunst darunter leidet. Ich könnte jetzt nicht zeichnen, nicht einen Strich, und bin nie ein größerer Maler gewesen als in diesen Augenblicken. Wenn das liebe Tal um mich dampft, und die hohe Sonne an der Oberfläche der undurchdringlichen Finsternis meines Waldes ruht, und nur einzelne Strahlen sich in das innere Heiligtum stehlen, ich dann im hohen Grase am fallenden Bache liege, und näher an der Erde tausend mannigfaltige Gräschen mir merkwürdig werden; wenn ich das Wimmeln der kleinen Welt zwischen Halmen, die unzähligen, unergründlichen Gestalten der Würmchen, der Mückchen näher an meinem Herzen fühle, und fühle die Gegenwart des Allmächtigen, der uns nach seinem Bilde schuf, das Wehen des Alliebenden, der uns in ewiger Wonne schwebend trägt und erhält; mein Freund!
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Kompetenz für Luther und die Reformation
In Wittenberg hat sich am Dienstag, den 11. September 2025, der neu besetzte Beirat der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt konstituiert. Der Beirat wird vom Kuratorium der Stiftung berufen und hat die Aufgabe, den Vorstand und das Kuratorium in wissenschaftlichen, insbesondere reformationsgeschichtlichen und denkmalpflegerischen Fragen zu beraten.
Detektivische Spurensuche in Museen
Am Tag des offenen Denkmals am 14. September sind alle Häuser der LutherMuseen in Wittenberg, Eisleben und Mansfeld geöffnet. Im Wittenberger Melanchthonhaus (Collegienstraße 60) findet um 14 Uhr eine Führung durch die Dauerausstellung „Philipp Melanchthon: Leben. Werk. Wirkung“ und durch die Kabinettausstellung „Cranach bei Melanchthon“ statt. Im Lutherarchiv Eisleben (Seminarstraße 2) hält Mirko Gutjahr, Leiter der LutherMuseen in Eisleben und Mansfeld, einen Vortrag unter dem Titel „Verloren, vergessen, wiederentdeckt: Funde im Museum“.
Heute schon gedruckt?
Der neu erfundene Buchdruck veränderte die Kommunikation im 16. Jahrhundert entscheidend und beeinflusste auch den Verlauf des Bauernkriegs. In einem dreitägigen Workshop der LutherMuseen kann die historische Drucktechnik selbst ausprobiert werden. Eingeladen sind Menschen allen Alters dienstags am 16. September, 23. September und 30. September jeweils von 16 bis 18 Uhr in Luthers Sterbehaus. Die Leitung hat Astrid Queck vom KinderKunstForum Halle. Die Teilnahme kostet 5 Euro, Interessenten sollten an allen drei Workshops teilnehmen. Anmeldung an bildung.eisleben@luthermuseen.de oder 03475 7147 823
Bauernkrieg oder Bürgerkrieg?
Sie waren nicht allein: Die Bauern wurden bei den Aufständen vor 500 Jahren von vielen anderen Bevölkerungsgruppen unterstützt, unter anderem in den Städten. Der Historiker Dr. Kai Lehmann schildert in einem Vortrag der LutherMuseen am Donnerstag, 11. September, um 18:30 Uhr, in Luthers Elternhaus in Mansfeld (Lutherstraße 29), wie die Bewegung in den Städten unterstützt wurde und was geschehen wäre, hätten diese ihre Tore nicht für die Aufständischen geöffnet.
Was vom Aufstand übrig blieb
Was kam nach dem Ende? Mit einer Reihe blutiger Niederlagen fanden die Aufstände, die landläufig als Bauernkrieg bekannt sind, im Frühsommer 1525 ihren Abschluss. Jan Martin Engelhardt, wissenschaftlicher Mitarbeiter der LutherMuseen, berichtet in seinem Vortrag am Dienstag, 9. September, um 18:30 Uhr in der Kapelle des Wittenberger Augusteums (Collegienstraße 54), dass die Geschichte auch danach nicht Halt machte. Er schildert, welche Folgen der Bauernaufstand für alle Beteiligten hatte. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung an service@luthermuseen.de wird gebeten.
Medienprogramm für Schulklassen
Die LutherMuseen laden Schulklassen im Mansfelder Land in den kommenden Wochen zu einem kostenlosen Medienprojekt zum Bauernkrieg vor 500 Jahren ein. Unter dem Titel „Aufstehen für Gerechtigkeit" sollen junge Menschen dazu angeregt werden, sich kreativ mit Geschichte und aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen auseinanderzusetzen. Bewerbungen sind sofort möglich ab Klasse 7.
Clever Campus Wittenberg - die zweite Auflage
Kultureinrichtungen in der Lutherstadt Wittenberg öffnen am Mittwoch, 27. August, wieder ihre Türen für 1.000 Schülerinnen und Schüler aus Wittenberg und Umgebung. Auf Initiative der Stiftung LEUCOREA und der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt in Zusammenarbeit mit dem Campus Wittenberg und der Lutherstadt Wittenberg erkunden die Jungen und Mädchen aus den Klassen 3, 4 und 5 im Rahmen des „Clever Campus Wittenberg“ in Workshops und Vorträgen die Geschichte und Kultur ihrer Region.
20. Spaziergang auf dem Lutherweg
Der Lutherwegspaziergang in Eisleben wird 20: Am Sonntag, 31. August, laden die Lutherstadt Eisleben, die LutherMuseen und der Evangelische Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda zur Jubiläumsauflage des traditionsreichen Rundgangs ein. Unter dem Motto „Schätze der Vergangenheit“ gehen die Gäste diesmal den Spuren von 825 Jahren Bergbau in der Lutherstadt nach. Beginn ist um 14 Uhr mit einem Gottesdienst in der St. Petri-Pauli-Kirche.
Sense oder Morgenstern im Mansfelder Land?
Zog die Landbevölkerung im Bauernkrieg wirklich mit Sensen und Dreschflegeln in die Schlacht? Und wie war der „gemeine Mann“ im Mansfelder Land bewaffnet? Der Waffenexperte Matthias H. Herzer beleuchtet in einem Vortrag der LutherMuseen am Freitag, 22. August, die tatsächliche Situation in Dörfern rund um Eisleben und in Mitteldeutschland. Beginn im Museum „Luthers Elternhaus“ in Mansfeld (Lutherstraße 29) ist 17:00 Uhr.
Abschluss für Hutterer-Ausstellung
„Die Hutterer – Alter Glaube, neue Welt“: Die Sonderausstellung der LutherMuseen und der Lutherstadt Wittenberg mit Fotografien von Tim Smith ist noch bis zum 17. August im Alten Rathaus Wittenberg zu sehen. Der kanadische Journalist hat einzigartige Bilder von Menschen festgehalten, die in Nordamerika heute noch in eigenen Gemeinschaften nach Traditionen der 500 Jahre alten Täuferbewegung leben. Seit der Eröffnung am 3. April 2025 haben rund 1.500 Menschen die Ausstellung besucht. Zum Abschluss findet am Samstag, 16. August, um 11:00 Uhr eine öffentliche Führung mit Kuratorin Sophie Potente, wissenschaftliche Mitarbeiterin der LutherMuseen, statt.