Förderprojekte

Sammeln, bewahren, forschen, vermitteln – dies sind die Kernaufgaben der LutherMuseen als Stiftung. Im Rahmen geförderter Projekte können so die LutherMuseen zum Beispiel bestimmte Bildungsangebote verwirklichen oder Restaurierungsarbeiten durchführen.

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6 Logos der Partner und Förderer

Du willst mehr über Martin Luther erfahren? Zum Beispiel wie er seine Kindheit in Eisleben verbrachte oder wie seine Eltern über seinen Auszug und sein Studium in Erfurt dachten? Oder vielleicht wie es Katharina von Bora nach ihrer Flucht aus dem Kloster erging oder wie es Martin Luther schaffte, weltberühmt zu werden? Dann schau Dir unsere Kurzfilme an!

Zusammen mit der Theaterklasse des Luther-Melanchthon-Gymnasium Wittenberg und einem professionellen Filmteam haben wir an historischen Orten Ereignisse aus Luthers Leben nachgespielt und in die heutige Zeit geholt.

Die Kurzfilme sind auf unserem Youtube-Kanal abrufbar.

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Durchführung von Trockeneinigung und fachgerechter Verpackung der historischen Bibliothek (Lutherana) in Luthers Geburtshaus, Eisleben

Im Gedenken an den berühmtesten Sohn der Stadt beschloss der Eislebener Magistrat zur Eröffnung von Martin Luthers Geburtshaus ihm „nach und nach eine Bibliothec zu stifften“. Der Aufforderung kamen zahlreiche Bürger*innen der Region nach, so dass der Buchbestand bis zum 19. Jahrhundert auf insgesamt 1000 Titel anwuchs. Die Spender*innen verewigten sich mit Widmungsinschriften in den Büchern und bezeugten damit nicht nur ihr Repräsentationsbedürfnis, sondern geben uns auch einen Einblick in ihre persönlichen Vorstellungen und Motive. Wie das Geburtshaus selbst ist damit auch diese Sammlung der sog. Lutherana als Zeugnis der Erinnerungskultur und damit als Ausdruck zeitgenössischer Mentalität und Wertvorstellungen zu verstehen.

2016 fand der Bestand in dem neugebauten Lutherarchiv in Eisleben eine dauerhafte Bleibe, ohne jedoch den Stellenwert zu bekommen, der ihm zusteht. In einem ersten Schritt wurde deswegen im Jahr 2021 eine restauratorische Schadenskartierung an den Lutherana durchgeführt, um weiterführende konservatorische Maßnahmen planen zu können. Im zweiten Schritt wurden diese Empfehlungen umgesetzt: Die einzelnen Bücher wurden von der Restauratorin Mareike Möller trocken gereinigt sowie fachgerecht verpackt. Damit kann der Bestand nicht nur konservatorisch unbedenklich gelagert, sondern auch zur wissenschaftlichen Bearbeitung zur Verfügung gestellt werden. Beide Maßnahmen sind dankenswerterweise im Rahmen des Projektes zur Erhaltung des schriftlichen Kulturgutes durch das Land Sachsen-Anhalt gefördert worden

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Durchführung restauratorischer Maßnahmen an den historischen Besucherbüchern sowie Einblattdrucken

Tumultieren, Duellieren, grölend durch die Straßen ziehen oder auch nächtliches Trompete oder Posaune spielen konnte in der frühen Neuzeit schnell zum Ausschluss aus dem universitären Betrieb führen; entweder für einen gewissen Zeitraum aber auch auf unbestimmte Zeit. 

Woher wir das wissen? In dem Bestand der LutherMuseen haben sich fast 1.000 Exemplare sogenannter Einblattdrucke erhalten, die einen Einblick in das studentische Leben des 17. und 18. Jahrhundert in Wittenberg bzw. in die Alltagsgeschichte der Leucorea bieten. In Zeiten ohne weitreichende Medien wurden Bekanntmachungen der Universität auf großen, gedruckten „Plakaten“ am Schwarzen Brett öffentlich ausgehängt, um – wie oben erwähnt – über Strafen zu informieren aber überwiegend um das Lehrangebot bekannt zu machen, Promotionen anzukündigen, über das universitäre Leben zu berichten oder auch um zu Festen oder Beerdigungen einzuladen. Als Schwarzes Brett dienten dabei die Türen von Kirchen, Kollegien und Rathäusern. Um diesen Schatz für eine wissenschaftliche Bearbeitung zugänglich zu machen, wurden in einem ersten Schritt 2021 das Konvolut gesichtet und eine Schadenskartierung durchgeführt. Darauf basierend wurden nachfolgend restauratorische Maßnahmen wie Trockenreinigung, Sicherung bei Tintenfraß und Rissen bzw. Fehlstellen durchgeführt. Beide Maßnahmen sind dankenswerterweise im Rahmen des Projektes zur Erhaltung des schriftlichen Kulturgutes durch das Land Sachsen-Anhalt gefördert worden.

Zum Restaurierungsprojekt zählten ebenfalls 20 historische Besucherbücher des Lutherhauses in Wittenberg, die lückenlos von 1783 bis 1939 das Besucherinteresse dokumentieren. Zusammen mit den Besucherbüchern von Luthers Geburtshaus in Eisleben stellen sie das älteste Zeugnis dieser Gattung in Deutschland dar. An ihnen lassen sich u.a. Herkunft, Beruf bzw. Amt, Geschlecht oder auch die Motivation der Museumsgäste ablesen.

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Einblattdruck liegt auf weißem Untergrund, Trockenpinsel daneben

Trockenreinigung der Einblattdrucke

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Einblattdrucke liegen in säurefreien Mappen

Lagerung der Einblattdrucke in säurefreien Mappen und Kartonage

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Die Sammlungen der LutherMuseen stehen für die Bewahrung, Präsentation und Vermittlung des reformatorischen Erbes. Doch nur ein Bruchteil der über 30.000 Objekte kann in den Ausstellungen der fünf Häuser für das Publikum zugängig gemacht werden. Alle anderen Kunstwerke, Grafiken, Medaillen und Schriften lagern sicher verwahrt hinter den Mauern der Museumsdepots. Dies soll sich nun zum Ende des Jahres 2023 ändern.

Mit dem erfolgreich durchgeführten Upgrade der von der Stiftung genutzten Museumsdatenbank Daphne 2 auf Daphne 3 des Anbieters robotron* wird die Verknüpfung mit dem Onlinetool Daphne-Collection möglich.

Dieses wird zukünftig den Onlinezugang zu den Objektdatensätzen der Stiftung möglich machen. Einstiegsprojekt hierfür wird die im Dezember eröffnende Ausstellung „Buchstäblich Luther“ sein. Die Highlightobjekte, die während der energetischen Sanierung des Lutherhauses in dieser Sonderausstellung im Augusteum zu sehen sein werden, gehen dann wissenschaftlich aufgearbeitet online und laden zum Stöbern in den Sammlungen ein.

In den kommenden Jahren werden die weiteren Bestände der Stiftung und ihre kulturgeschichtliche Bedeutung nach und nach aufgearbeitet und in der Online-Datenbank veröffentlicht, sodass sie vom breiten Publikum über Schulen bis hin zu internationalen Forschungsnetzwerken genutzt werden können. Damit erweitert die Stiftung ihren Bildungsauftrag in den digitalen Raum.

Die Maßnahme Daphne Collection – Präsentation der Sammlungsdatenbank online wird durch das Land Sachsen-Anhalt gefördert.

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3 Logos: oben Sachsen-Anhalt #moderndenken, unten links Standortentwicklungsgesellschaft Mansfeld-Südharz mbH, unten rechts Gerechtigkeyt

2024/2025 jährt sich der sogenannte „Deutsche Bauernkrieg“ und der Todestag Thomas Müntzers zum 500sten Mal. 

Im Rahmen des Bauernkriegsgedenkens in Mansfeld soll die Thematik des Bauernkrieges und der Person Thomas Müntzers durch ein Angebot von filmischen Bearbeitungen der historischen Ereignisse einem breiten Publikum näher gebracht werden. Das Spektrum der Filme reicht dabei vom ersten DEFA-Kinofilm von 1956 bis hin zu den aktuellen Produktionen. Die Veranstaltungen finden regelmäßig begleitend zur Landesausstellung zum Bauernkriegsgedenken in Sachsen-Anhalt statt. Neben der Vermittlung von historischem Geschehen und der Hintergründe des Bauernkriegs durch das Medium des Films, erhoffen wir von unserem Sommerkino-Projekt darüber hinaus eine Erweiterung des kulturellen Angebots für die Region auch über die Laufzeit der Landesausstellung hinaus. 

Die Maßnahme „Sommerkino im Rahmen des Bauernkriegsgedenkens 2024/25“ wird durch das Land Sachsen-Anhalt gefördert.

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Logo Klimabilanz erstellt KBK & KBK +, 3 bunte Halbkreise

Das Projekt „Durchführung von Klimabilanzen im Konvoi-Verfahren für die KNK Organisationen“ wurde in der Projektleitung von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) verantwortet und von Thema1 durchgeführt. Von September 2023 bis April 2024 wurden Mitarbeiter*innen aus verschiedenen Stiftungen der Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen (KNK) im Bereich der Klimabilanzen nach dem CO2-Kulturstandard KBK/KBK+ weitergebildet sowie dabei unterstützt erstmals Klimabilanzen für eine Liegenschaft ihrer Stiftung zu erstellen.

Am Prozess der Klimabilanzierung haben teilgenommen: 

  • Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, 
  • Stiftung Bauhaus Dessau, 
  • Kulturstiftung Dessau-Wörlitz, 
  • Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, 
  • GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig, 
  • Stiftung Preußische Schlösser,
  • Gärten Berlin-Brandenburg,
  • Wartburg-Stiftung

Die Teilnehmer*innen wurden durch Expert*innen dabei unterstützt, das nötige Grundlagenwissen über Klimabilanzierung, die Datensammlung und die daraus folgenden Ableitungen von Maßnahmen zu erlangen. Das Konvoi-Verfahren ermöglichte einen engen fachlichen Austausch sowie eine Vernetzung der Akteur*innen untereinander. Durch die Einführung und Anwendung des KBK und KBK+ Standards wird den Stiftungen ermöglicht, in Zukunft eigenständig Klimabilanzen zu erstellen und ihr erlerntes Wissen anzuwenden.