LutherMuseen blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2025 – Das neue Jahr steht im Zeichen von 30 Jahren UNESCO-Welterbe
Die LutherMuseen blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Über 92.000 Menschen haben die vielfältigen Veranstaltungsangebote der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt wahrgenommen und die Ausstellungen in Luthers Geburtshaus und Luthers Sterbehaus Eisleben, in Luthers Elternhaus Mansfeld, im Melanchthonhaus und im Augusteum Wittenberg sowie in Alten Rathaus Wittenberg besucht. Das bedeutet einen deutlichen Anstieg um mehr als 14 Prozent gegenüber dem Jahr 2024. Hier lag die Gesamtzahl der Besucherinnen und Besucher bei 80.500.
Einen Zuwachs gab es unter anderem bei den Angeboten der Kulturellen Bildung, an denen insgesamt 16.900 Personen teilnahmen gegenüber 16.300 im Jahr 2024. Besonders gut angenommen wurden auch die Veranstaltungen der LutherMuseen, die von über 16.400 Menschen besucht wurden (2024: 10.200).
Das Lutherhaus in Wittenberg als größtes Haus der LutherMuseen mit der größten reformationsgeschichtlichen Ausstellung der Welt wird aktuell energetisch saniert und umgebaut. Die Wiedereröffnung ist für 2027 geplant. Die wichtigsten Exponate werden bis dahin in der Sonderausstellung „Buchstäblich Luther. Facetten eines Reformators“ im Augusteum präsentiert.
Ein Höhepunkt war seit dem 31. Mai 2024 die Mitmachausstellung „1525! Aufstand für Gerechtigkeyt“ in Luthers Elternhaus in Mansfeld und Luthers Sterbehaus in Eisleben zur Erinnerung an 500 Jahre Bauernkrieg und im Rahmen der dezentralen Landesausstellung Sachsen-Anhalt. Insgesamt rund 14.000 Personen haben die Ausstellung mit ihrem Begleitprogramm besucht. Sie wurde aufgrund guter Nachfrage verlängert und ist bis vorerst 31.12.2026 zu erleben.
Dr. Thomas T. Müller, Vorstand der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, sagt zu der Bilanz: „Das Jahr 2025 stand auch bei den LutherMuseen ganz im Zeichen der Erinnerung an den Bauernkrieg 1525. Zugleich ist wieder deutlich geworden, dass all unsere Häuser attraktiv sind und sich bei Menschen aller Generationen aus der Region, aus Deutschland und aus aller Welt großer Beliebtheit erfreuen. Weitere Höhepunkte waren die Sonderausstellung zur Täuferbewegung der Hutterer in Kooperation mit der Stadt Wittenberg im Alten Rathaus, die Präsentation des Hochzeitsrings der Katharina von Bora im Augusteum Wittenberg und der Abschluss der Sanierung der historischen Pergola sowie der Lutherbüste vor Luthers Geburtshaus in Eisleben. Außerdem hat die Stiftung ein Lutherporträt des bedeutenden zeitgenössischen Malers Bernhard Heisig erworben.
Besonders freue ich mich, dass die Angebote unserer Kulturellen Bildung so gut angenommen werden. Jungen Menschen die wichtige Zeit der Reformation und ihre Bedeutung näher zu bringen, ist ein großes Anliegen für uns. Für ihren Einsatz danke ich in diesem Zusammenhang den Kolleginnen und Kollegen unserer Kulturellen Bildung. Sehr erfolgreich ist nach wie vor unser Escaperaum im Wittenberger Augusteum – ein Angebot für die ganze Familie.
Auch die Veranstaltungen der LutherMuseen mit Vorträgen, Workshops und Festen waren sehr gut besucht – allen voran das Adventsfest in Luthers Haus und Hof in Wittenberg mit rund 6.000 Besucherinnen und Besuchern.“
Zum Ausblick auf das Jahr 2026 sagt Thomas T. Müller: „Als am 7. Dezember 1996 die bedeutendsten Lutherstätten in Sachsen-Anhalt in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes eingetragen wurden, ging dieses Ereignis beinahe unter in jener bewegten Zeit. Wohl wurde die Aufnahme unter die wichtigsten Kulturstätten der Menschheit nicht nur in der alten Mansfelder Bergbauregion rund um die Lutherstadt Eisleben, sondern auch in der rund 100 Kilometer entfernten Lutherstadt Wittenberg gefeiert. Doch von einem echten Volksfest konnte man damals nicht sprechen. Dies wollen wir 2026 nachholen.
Gemeinsam mit den Menschen in Eisleben und Wittenberg möchten wir unser Welterbe in den Mittelpunkt stellen, das sind Luthers Geburtshaus und Luthers Sterbehaus in Eisleben sowie das Lutherhaus und das Melanchthonhaus. Zum Welterbe-Ensemble gehören auch die Schlosskirche und die Stadtkirche in Wittenberg. Dabei wollen wir auch zeigen, was Eisleben mit den ägyptischen Pyramiden und Wittenberg mit dem indischen Taj Mahal gemeinsam haben.
Zugleich arbeiten wir weiter mit voller Kraft an der energetischen Sanierung und touristischen Erschließung des Lutherhauses. Hier werden ab dem Frühjahr auch im Außenbereich deutliche Fortschritte erkennbar sein.“