Das UNESCO-Jubiläumsjahr ist offiziell eröffnet
Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt © Rebsch
Jetzt kann es richtig losgehen!
Mit einem Festakt und einem fulminanten Welterbefest hat in Eisleben am 20. Juni das Jubiläum „30 Jahre. 6 Stätten. Ein Welterbe.“ begonnen. Bis zum Jahresende wird an die Eintragung der Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg in die UNESCO-Welterbeliste vor 30 Jahren erinnert. Zu den Gedenkstätten gehören das Lutherhaus, das Melanchthonhaus, die Stadtkirche St. Marien und die Schlosskirche in Wittenberg und die Museen „Luthers Geburtshaus“ und „Luthers Sterbehaus“ in Eisleben. Die Federführung für das Jubiläum liegt bei der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt.
Sachsen-Anhalts Kulturminister Rainer Robra (CDU) sagte in seiner Festrede beim Festakt in der Kirche St. Andreas, zum Erhalt und zur Weiterentwicklung der Orte hätten Bund, Land und die Kirchen gemeinsam weit mehr als 100 Millionen Euro investiert. Sichtbar seien die Erfolge auch in der gestiegenen Gästezahl. Das gelte es auch zu bedenken, wenn nun "Kräfte an die Macht streben", die die Kultur im Land in ein nationalistisches Korsett zwängen wollten.
Der Vorstand der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, Dr. Thomas T. Müller, verwies zudem auf die Verantwortung der weltweiten Kulturerbefamilie. Er verurteilte den russischen Drohnenangriff auf das mehr als tausend Jahre alte Höhlenkloster in Kiew (Ukraine), das seit 1990 ebenfalls zum Weltkulturerbe gehört. Weitere Grußworte hielten Ingo Mix, Abteilungsleiter Kunst- und Kulturförderung beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommision, Dr. Roman Luckscheiter, sowie die Bürgermeister der Lutherstädte Eisleben und Wittenberg, Carsten Staub und André Seidig. Ergänzt wurde der Festakt durch Theaterszenen des Theaters Eisleben sowie durch ein Quartett des Landesakkordeonensembles.
Das Welterbefest rund um Luthers Sterbehaus wurde von Thomas T. Müller und dem Landrat des Landkreises Mansfeld-Südharz, André Schröder, eröffnet. Mehrere hundert Besucherinnen und Besuchern konnten bei Musik von Toni Geiling, "MSH singt", dem "Barbarossa Pipes & Drums" und der Band "Golden Mary" mitsingen und tanzen. Mitmachangebote für alle Generationen, wie dem Bedrucken unserer neuen Welterbebeutel (kulturelle Bildung Eisleben), Mosaikuntersetzer basteln (kulturelle Bildung Mansfeld) oder mit getrockneten Blumen Rahmen kleben (Polleber Landfrauen) begeisterten zahlreiche Neugierige. In einem UNESCO-Talk zwischen Dr. Thomas T. Müller und Radio-Brocken-Moderator Stephan Baier wurden einige spannende Fakten zum Welterbe erläutert.
Touristische Partner wie die Standortentwicklungsgesellschaft Mansfeld-Südharz mbH, die Tourist-Information Eisleben, die Thüringer Tourismus GmbH und andere Welterbestätten sowie der Freundeskreis der LutherMuseen präsentierten sich an Infoständen, darunter die Kampagne „Die 6 Staunenswerten“.
Am 21. Juni hielt der Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Friedrich Kramer, die Predigt in einem Festgottesdienst in Luthers Taufkirche St. Petri und Pauli Eisleben. Mit einem Orgelkonzert "B-A-C-H - Anfang und Ende aller Musik" am Abend in der Andreaskirche endete das Welterbewochenende.
Wir freuen uns auf die kommenden Monate und weitere spannende Veranstaltungen.
Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt © Rebsch
Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt © Heiko Rebsch
Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt © Heiko Rebsch
Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt © Heiko Rebsch
Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt © Heiko Rebsch
Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt © Heiko Rebsch
Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt
Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt
Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt