Schon immer ein Denkmal? Die Wartburg, Luther und das UNESCO-Welterbe.
Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt
Museum nach Feierabend
Wer an Luther denkt, der denkt an die Wartburg! Einen Ort, an dem der Reformator nur zehn Monate seines über 60-jährigen Lebens verbrachte. Seit 1999 ist die Wartburg UNESCO-Welterbe, nicht nur wegen Luther, aber durchaus auch. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, dass dies kein Zufall ist. Im 19. Jahrhundert entstand die Idee, aus ihr ein „nationales Denkmal“ zu erschaffen. Ohne Zweifel ist die Wartburg ein Ort, an dem sich Meilensteine der deutschen Geschichte ereigneten. Herausgearbeitet und verknüpft wurde sie aber ganz bewusst und mit voller Absicht. Die Pläne dazu sind inzwischen selbst Geschichte und fügen sich ein, in den Mythos Wartburg.
Referent
Jan Martin Engelhardt hat zunächst in Jena studiert, zunächst Geschichte im Bachelor und später Mittelalterstudien im Master (Abschluss 2021) mit einem methodischen Schwerpunkt auf Digitalen Geisteswissenschaften und einem inhaltlichen Schwerpunkt auf spätmittelalterlicher Kirchengeschichte. Bis 2023 hat er in der Jenaer Projektgruppe MepHisto (PD. Dr. Robert Gramsch Stehfest; Prof. Clemens Beckstein) an Möglichkeiten der digitalen Erschließung und Analyse vatikanischer Quellen mitgearbeitet. Seine Masterarbeit mit dem Titel „Historiografie aus Grammatik und Struktur“ wendete die gebaute Technologie erfolgreich prototypisch an. Von daher rührt sein Interesse für die Schnittstelle Geschichte/Öffentlichkeit/Virtualität. Für die Stiftung LutherMuseen war er Teil eines Teams zum Bauernkriegsjubiläum 2025 und Thomas Münzer. Seit 2026 ist er Mitarbeiter der Wartburg-Stiftung im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.