Wir ergreifen das Wort – Die Frauen der Reformation in Mitteldeutschland

 | 18:30 Uhr
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lila Hintergrund, weiße Schrift "Luther 1524", link Lutherkopf
Wittenberg
Lesung/Vortrag

Veranstaltungsreihe „Luther 1524"

Noch immer und trotz aller Jubiläen weist die Untersuchung der weiblichen Seite der Reformation sowie der geschlechtsspezifischen Dimensionen enorme Lücken auf. Der Vortrag möchte – bezogen auf den mitteldeutschen Raum und „Unsers Herrgotts Kanzlei“ Magdeburg – einen aus archivalischer Quellenbasis gewonnenen Einblick in das Agieren von Frauen während der ersten Reformationsphase (1520–1524), aber auch in ihre Betroffenheiten und die Folgen geben, die die Reformation für Frauen aller sozialen Schichten hatte. Für Magdeburg handelt es sich dabei um die erste Pionierstudie zur weiblichen reformatorischen Beteiligung.

 

Referentin

Prof. Dr. Eva Labouvie absolvierte das Studium und Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken. Anschließend promovierte sie mit einem Stipendium der Studienstiftung im Fachgebiet Neuere Geschichte, wobei sie sich in ihrer Dissertation mit der Semiotik von Hexen- und Aberglauben in der Frühen Neuzeit beschäftigte. Seit 2017 ist sie Mitglied im Beirat zum „Landesprogramm für ein geschlechtergerechtes Sachsen-Anhalt“ des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung für die Landesrektorenkonferenz Sachsen-Anhalt/Otto-von-Guericke Universität.