Die „Mutter der Reformation“ und erste evangelische Liederdichterin: Elisabeth Cruciger
Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt
Veranstaltungsreihe „Luther 1524"
Elisabeth Cruciger geb. von Meseritz (ca. 1500 – 1535) war die erste evangelische Liederdichterin, ihr Lied „Herr Christ, der einig Gotts Sohn“ wird heute noch im Gottesdienst gesungen (am letzten Sonntag nach Epiphanias) und steht im Evangelischen Gesangbuch (EG 67). Sie war erst Nonne in einem pommerschen Kloster, kam durch Johannes Bugenhagen zum evangelischen Glauben und wurde dann nach ihrer Heirat mit Caspar Cruciger, Martin Luthers „Schnellschreiber“, eine der ersten evangelischen Pfarrfrauen. Am Ort ihrer einstigen Wohnung in Wittenberg (Collegienstraße 81) erinnert heute noch eine Tafel an sie.
Referentin
Pfarrerin Dr. Elisabeth Schneider-Böklen studierte evangelische Theologie in Tübingen, Berlin und Heidelberg, absolvierte I. und II. theologische Dienstprüfung in Tübingen, Vikariat, 1971 Ordination. Sie arbeitete 1973 bis 1978 als Religionslehrerin am Gymnasium Dachau, später folgte Ihre Tätigkeit als Pfarrerin im Ehrenamt für Blinde und Sehbehinderte in der Region München, seit 2002 Anstellung bei der Inneren Mission München für die Seelsorge in zwei Alten- und Pflegeheimen. 2006 folgte die Promotion am Fachbereich Evangelische Theologie der Philipps-Universität Marburg über die Herrnhuter Liederdichterin Henriette Louise von Hayn (1724-1782).