Cyriacus Spangenberg als Inschriftensammler im Mansfelder Land
Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt
Veranstaltungsreihe „Museum nach Feierabend"
Der Theologe und Generaldekan der Grafschaft Mansfeld Cyriacus Spangenberg hat schon bald nach seiner Niederlassung in Eisleben 1546 mit der Sammlung von Inschriften begonnen, die in seine „Mansfeldischen Chronica“ einfließen sollten. Als erster bislang bekannter, in der Region tätiger Inschriftensammler überlieferte er viele Inschriften, die heute längst verloren sind. Obwohl seine „Mansfeldischen Chronica“ unvollendet blieben, hat er in seinen Manuskripten diese wichtigen Quellen zur Geschichte des Mansfelder Landes bewahrt. Einige der von Spangenberg aus Eisleben überlieferten Inschriften werden vorgestellt.
Referent
Dr. phil. Franz Jäger studierte Klassische Archäologie und Kunstgeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Seit 1996 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig im Projekt „Die Deutschen Inschriften des Mittelalters und der Frühen Neuzeit“ tätig. 2005 folgte die Promotion an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Seit 2018 ist er Leiter der Arbeitsstelle Halle/Saale des Projektes „Die Deutschen Inschriften".