Franz von Sickingen – Ein „Vollzieher der Gerechtigkeit"?

 | 18:30 Uhr
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lila Hintergrund, Lutherkopf rechts, links gelbe Sprechblase "Luther 1523!
Wittenberg
Lesung/Vortrag

Veranstaltungsreihe „Luther 1523"

Unter den Zeitgenossen und in der späteren Geschichtsschreibung wurden zahlreiche Bilder und Erwartungen auf Franz von Sickingen (1481 - 1523) projiziert: Anführer eines Ritteraufstands, Vorkämpfer der Reformation, Verteidiger nationaler und auch Anwalt sozialer Interessen. 1523, wenige Monate nach Sickingens Tod, erschien eine anonyme Flugschrift, die ihn als „Vollzieher der Gerechtigkeit“ skizzierte. In diesem fiktiven Dialog Sickingens mit Petrus an der Himmelspforte wird der Ritterführer als Anwalt sozialer Forderungen gezeichnet, wie sie kurz darauf im Aufstand von 1525 wiederkehrten. Der Vortrag setzt diese Skizze mit dem tatsächlichen Wirken Sickingens in Beziehung.

 

Referent

Prof. Dr. Wolfgang Breul studierte von 1983 bis 1989 evangelische Theologie an den Universitäten in Marburg, Bern und Göttingen. 1999 promovierte er zum Dr. theol. an der Universität Marburg. Die Dissertation mit dem Thema „Herrschaftskrise und Reformation. Die Reichsabteien Hersfeld und Fulda ca. 1500-1525" wurde im Rahmen der Buchreihe Quellen und Forschungen zur Reformationsgeschichte als Band 71 veröffentlicht. Im Jahre 2001 bis 2007 wurde Breul wissenschaftlicher Assistent im Fachgebiet Kirchengeschichte an der Philipps-Universität Marburg. Bereits 2006 habilitierte er in Marburg mit dem Thema „Hallesche Generalreform und pietistische Neuordnung in der Grafschaft Waldeck".