Die Weltkulturerbestätte Lutherhaus
links: Florian Trott; rechts: Prof. Dr. Anna Vind
Weitere Kompetenz für den Wissenschaftlichen Beirat: Das Kuratorium der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt hat rückwirkend zum 13. Mai 2026 die Kirchenhistorikerin Prof. Dr. Anna Vind von der Universität Kopenhagen und den Kaufmännischen Direktor des Museums Frieder Burda, Florian Trott, in das Beratungsgremium berufen.
Der Wissenschaftliche Beirat hat die Aufgabe, den Vorstand und das Kuratorium in wissenschaftlichen, insbesondere reformationsgeschichtlichen und denkmalpflegerischen Fragen zu beraten. Zu den zentralen Aufgaben und Anliegen der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt mit ihren fünf Museen in Wittenberg, Eisleben und Mansfeld zählt eine breitgefächerte Vermittlung der Reformationsgeschichte. Die LutherMuseen in Wittenberg und Eisleben gehören seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Den Vorsitz des Wissenschaftlichen Beirats hat der Theologe, Germanist und Musikwissenschaftler Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Johannes Schilling. Weitere Mitglieder sind Prof. Dr. Margit Kern, PD Dr. Hartmut Kühne, Prof. Dr. Stefan Michel, Prof. Dr. Dr. h.c. Lyndal Roper und Prof. Dr. Julia Trinkert.
Der Vorstand der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, Dr. Thomas T. Müller, gratuliert den zwei neuen Mitgliedern im Beirat zu Berufung. „Ich freue mich, dass die internationale Ausrichtung des Beirats mit Prof. Anna Vind weiter gestärkt wird, deren Expertise in der skandinavischen Lutherforschung für uns eine große Bereicherung ist. Ebenso freue ich mich, dass mit Florian Trott weitere Kompetenz in Sachen Digitalisierung, Organisationsentwicklung und Kommunikation hinzutritt. Als früherer Pressesprecher unserer Stiftung ist unseren Häusern besonders verbunden.“
Herzlich Willkommen!
Prof. Dr. Anna Vind lehrt und arbeitet seit 2002 an der Universität Kopenhagen zur frühneuzeitlichen Kirchengeschichte, vor allem aber zu Martin Luther. Von 2013 bis 2018 hatte sie eine Professur für Kirchengeschichte inne und koordinierte zugleich das Reformationsjubiläum 2017 an der Theologischen Fakultät ihrer Universität. Anschließend leitete sie bis 2023 den Lehrstuhl für Kirchengeschichte. Derzeit arbeitet sie an der von der Carlsberg-Stiftung geförderten Monografie „Modus loquendi. Word and Communication in Martin Luther“. Darüber hinaus gründete sie das „Centre for Copenhagen Luther Research“, das nationale und internationale Forschung vernetzt, den wissenschaftlichen Nachwuchs fördert und als Plattform für Drittmitteleinwerbung dient. Von 2010 bis 2013 leitete Anna Vind das interdisziplinäre Forschungsprojekt „In-visibilis. Visibility and Transcendence in Religion, Art and Ethics“. Ihre Promotion schloss sie 2002 mit einer Arbeit über „Latomus and Luther. Die Debatte: Ist jede gute Tat eine Sünde?“ ab.
Professorin Anna Vind ist ausgewiesene Expertin für Reformationsgeschichte, insbesondere zu Martin Luther, sowie in Fragen der Sprache, Kommunikation und Theologie. Ihre große Expertise in der skandinavischen Lutherforschung wird für die Stiftung von besonderem Wert sein.
Florian Trott studierte Kulturmanagement an der Fachhochschule Potsdam sowie Italienisch an der Università per Stranieri di Perugia. Seine berufliche Laufbahn begann er 2005 bei Kulturland Brandenburg e. V., wo er für Kommunikation und Marketing der kulturellen Themenjahre verantwortlich war. Parallel qualifizierte er sich im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zum Public-Relations-Berater (DPRG).
2008 wechselte er zur Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, wo er den Bereich Kommunikation und Marketing aufbaute und ab 2013 leitete. In dieser Zeit verantwortete er unter anderem die Kommunikationskampagne der Landesausstellung „Lucas Cranach der Jüngere – Entdeckung eines Meisters“ (2015). 2017 wurde er Leiter der Abteilung Kommunikation an der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. 2020 wurde er als Kaufmännischer Geschäftsführer in den Vorstand der Kunsthalle berufen. In dieser Funktion verantwortete er zahlreiche Digitalprojekte sowie die Planung und Umsetzung der umfangreichen Interimsumzüge im Zuge der Generalsanierung des Hauses.
Seit Oktober 2024 ist Florian Trott Kaufmännischer Direktor des Museums Frieder Burda in Baden-Baden und Mitglied des Vorstands der Stiftung. Zum 1. Januar 2026 wurde er zum Geschäftsführenden Vorstand der Stiftung Frieder Burda bestellt.
Florian Trott ist ausgewiesener Experte in strategischer Kommunikation, Markenentwicklung und digitaler Transformation von Kultureinrichtungen. Er verfügt über langjährige Führungserfahrung im Museums- und Stiftungsbereich und verantwortete umfassende Transformationsprozesse, darunter Digitalstrategien und komplexe Standortverlagerungen.