Olaus Petri und die Einführung der Reformation im schwedischen Reich
Diocesan and County Library, Skara, Sweden_CC 2.0
Museum nach Feierabend
Die Einführung der Reformation im schwedischen Reich ist auf das Engste mit dem Auftreten von Olaus Petri (1493–1552) verbunden, der u.a. in Wittenberg studiert hatte und nach seiner Rückkehr reformatorisches Gedankengut im schwedischen Reich zu verbreiten begann. Anders als auf dem Kontinent ging die dortige Reformation mit der Herausbildung des schwedischen Nationalstaates einher, sodass Petri zur Zusammenarbeit mit dem seinerzeit regierenden König Gustav Vasa angehalten war. Der Vortrag wird Petris Wirken zur Einführung der Reformation nachzeichnen und aufzeigen, wie das schwedische Reich – trotz einer deutlich anderen Prägung als etwa die Wittenberger Reformation – sich seit der Regentschaft Gustav Vasas als dezidiert lutherisch verstehen konnte und bis heute versteht.
Referent
PD Dr. theol. Hannah Kreß, studierte Evangelische Theologie und Mathematik für das Lehramt an Gymnasien an der Philipps-Universität Marburg. Sie promovierte 2020 mit der Arbeit "Reformation und kalkulierte Medialität. Olaus Petri als Publizist der Reformation im schwedischen Reich". Habilitation und Verleihung der venia legendi für das Fach Kirchengeschichte im Juli 2025.