Politische Dimensionen des Totengedächtnisses am Beispiel Martin Luthers
Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt
Museum nach Feierabend
Der Vortrag geht der Frage nach, welche auf gesellschaftliche und politische Wirkung abzielenden Reaktionsmuster nach dem Tod Luthers einsetzten und ordnet diese in die Geschichte des Totengedächtnisses von der Antike bis in die Gegenwart ein. Prof. Dr. Andreas Lindner von der Universität Erfurt setzt in seinem Vortrag einen kulturgeschichtlichen Schwerpunkt und geht verschiedenen Arten der Erinnerungskultur nach.
Referent
Prof. Dr. Andreas Lindner studierte Evangelische Theologie in Naumburg und Berlin. Daran schlossen sich das Vikariat in der Naumburger Domgemeinde, Repetentur und Assistentur im Fach Kirchengeschichte an der Kirchlichen Hochschule Naumburg an, abgeschlossen mit der Ordination zum Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen 1992 bzw. der Promotion 1993. In diesem Jahr wechselte er im Zuge des Aufbaus der Religionslehrerausbildung in Thüringen an die damalige Pädagogische Hochschule Erfurt, die 2001 in die Universität Erfurt übernommen wurde. Nach der Habilitation 2011 erfolgte 2015 die Berufung zum außerplanmäßigen Professor der Kirchengeschichte.